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    Obacht bei Formulierung der Stellenanzeige!

    Dass Arbeitgeber sehr sorgsam bei der Formulierung der Stellenanzeigen sein müssen, ist nicht unbekannt. Eine neue Entscheidung zu der Thematik gibt es aus Nürnberg. 

    Am 27. Mai 2020 entschied das Landesarbeitsgericht Nürnberg (2 Sa 1/20), dass die Formulierung in der Stellenanzeige, in der „zukunftsorientierte, kreative Mitarbeiter in einem jungen, hoch motivierten Team“ gesucht werden, einen Verstoß gegen das AGG darstellen kann. Somit liege eine Altersdiskriminierung vor. 

    Nachdem der 61-jährige Bewerber die Position trotz einer 18-seitigen Bewerbung nicht erhielt, klagte er auf eine Entschädigung und bekam recht: zwei Monatsgehälter in Höhe von insgesamt 6.710,98 Euro hatte das Unternehmen zu zahlen. Zwei und nicht drei Monatsgehälter sind es geworden, da der Kläger nicht dargelegt hätte, dass er die Stelle ohne diese Benachteiligung bekommen hätte. 

    Liebe Arbeitgeber, das Verfassen einer Stellenanzeige kann durchaus eine teure Angelegenheit werden. Daher empfehlen wir, die Formulierung wohl abzuwägen und gegebenenfalls im Vorwege prüfen zu lassen.